Prüfverfahren für den Flammpunkt von Dieselkraftstoff
Dieselkraftstoff ist ein leichtes Erdölprodukt, das hauptsächlich aus komplexen Kohlenwasserstoffgemischen mit Kohlenstoffatomen im Bereich von etwa 10 bis 22 besteht und als spezieller Kraftstoff für Dieselmotoren dient. Er wird durch Prozesse wie Erdöldestillation, katalytisches Cracken und Hydrocracking hergestellt und kann auch aus der Verarbeitung von Schieferöl oder der Kohleverflüssigung gewonnen werden.
Dieselkraftstoff wird in zwei Hauptkategorien unterteilt: leichter Dieselkraftstoff mit einem Siedebereich von etwa 180~370℃ und schwerer Dieselkraftstoff mit einem Siedebereich von etwa 350~410℃. Leichter Dieselkraftstoff ist an Tankstellen üblich und wird häufig in den Antriebssystemen von großen Fahrzeugen, Lokomotiven und Schiffen verwendet.
Experimenteller Zweck
Bewertung des Brandrisikos: Je niedriger der Flammpunkt, desto flüchtiger wird Dieselkraftstoff, desto höher ist das Risiko der Bildung entzündlicher Gemische mit Luft und desto größer ist die Wahrscheinlichkeit eines Aufflammens. Die Bestimmung des Flammpunktes kann seine Sicherheit unter normalen und Hochtemperaturbedingungen klären.
Sicherstellung der Lagerungs- und Transportsicherheit: Gemäß nationalen Normen darf der geschlossene Flammpunkt von Fahrzeugdiesel nicht weniger als 55℃ betragen. Als wichtige Grundlage für die Klassifizierung des Gefährdungsgrades von brennbaren Flüssigkeiten leitet dieser Index direkt die Formulierung von Brandschutzmaßnahmen und die Spezifikationen für das Management gefährlicher Chemikalien.
Erkennung von Ölverunreinigungen: Wenn leichte Komponenten wie Benzin in Dieselkraftstoff gemischt werden, sinkt der Flammpunkt erheblich. Daher kann ein ungewöhnlich niedriger Flammpunkt auf Verfälschung oder Verschlechterung des Öls hinweisen, was den normalen Betrieb des Motors beeinträchtigt.
Experimentelle Probe und Instrument
Probe: Dieselkraftstoff
Instrument: SH105B Vollautomatischer Flammpunktprüfer nach ASTM D93
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Experimentelle Verfahren
1. Probenvorbereitung
Nehmen Sie etwa 50 ml Dieselprobe und stellen Sie sicher, dass sie frei von Feuchtigkeit und Verunreinigungen ist. Wenn die Probe Wasser enthält, dehydrieren Sie sie mit wasserfreiem Natriumsulfat oder Calciumchlorid. Lassen Sie die Probe stehen, um Blasen zu entfernen und den Verlust flüchtiger Bestandteile zu vermeiden.
2. Inspektion und Kalibrierung des Instruments
Verwenden Sie einen Flammpunktprüfer nach ASTM D93 (z. B. Teck MINI Flash PM). Kalibrieren Sie den Temperatursensor: Überprüfen Sie die Genauigkeit mit Referenzmaterialien wie n-Hexadecan (Flammpunkt: 135℃±2℃). Überprüfen Sie die Zündquelle (Flammengröße: 2~4 mm), die Rührgeschwindigkeit (90~120 U/min) und die Integrität der Dichtung.
3. Probenfüllung und Ersteinstellung
Gießen Sie die Probe bis zur Skalenlinie in den Kupfer-Prüfbecher und verschließen Sie ihn mit dem Deckel. Stellen Sie die Anfangstemperatur mindestens 28℃ unter den erwarteten Flammpunkt ein, um eine vorzeitige Dampferzeugung während des Vorheizens zu vermeiden.
4. Heiz- und Zündtest
Erhitzen Sie die Probe mit einer Geschwindigkeit von 5~6℃ pro Minute. Bei jedem Temperaturanstieg um 1℃ wird das Rühren automatisch gestoppt und die Zündquelle eingeführt, um den Dampfraum zu überstreichen und eine Flammenentzündung zu beobachten. Wenn die Temperatur 5℃ nahe dem erwarteten Flammpunkt liegt, reduzieren Sie die Heizrate auf 0,5~1℃/min, um die Prüfgenauigkeit zu verbessern.
5. Umweltkontrolle
Halten Sie die Labortemperatur bei 15~35℃ und die relative Luftfeuchtigkeit bei ≤ 85%. Vermeiden Sie Luftströmungsstörungen, um Schwankungen der Dampfkonzentration zu vermeiden, die die Prüfergebnisse beeinträchtigen könnten. Wenn das Instrument nicht mit einer automatischen atmosphärischen Druckkorrektur ausgestattet ist, ist eine manuelle Korrektur erforderlich: Der Flammpunkt muss für jede Änderung des atmosphärischen Drucks um ±1 kPa um etwa ±0,2~0,3℃ korrigiert werden.
6. Prüfungsabschluss und Reinigung
Nach der Prüfung reinigen Sie den Prüfbecher erst, wenn er auf Raumtemperatur abgekühlt ist, um Verformungen zu vermeiden und nachfolgende Prüfungen nicht zu beeinträchtigen.
Experimentelle Ergebnisse
Die Wiederholbarkeit und Reproduzierbarkeit der Prüfergebnisse erfüllen vollständig die Fehlertoleranzanforderungen des GB 261-Standards. Die Prüfdaten sind stabil und genau und können die Anforderungen für routinemäßige Prüfungen und Qualitätskontrollen für den geschlossenen Flammpunkt von Dieselkraftstoff, verschiedenen Heizölen und Schmierölen erfüllen.