Bestimmung der extremen Druck- und Verschleißschutzeigenschaften von Schmieröl
Überblick
Als wesentliches Schmiermedium für mechanische Geräte bildet Schmieröl schützende Ölfilme auf Reibpaarungen, um metallischen Verschleiß zu reduzieren und oxidative Korrosion zu verhindern. Je nach Einsatzbedingungen in Industrieöl, Automobilöl und Schmierfett eingeteilt, wirken sich seine extremen Druck- und Verschleißschutzeigenschaften direkt auf die Lebensdauer der Ausrüstung aus. Unter Bedingungen hoher Belastung kann ein gebrochener Ölfilm zu Metallsinterung und mechanischem Festfressen führen. Daher schreiben nationale Normen regelmäßige physikalische und chemische Tests von Schmierstoffen vor.
Testzweck
Bestimmen Sie vier Kernindikatoren, einschließlich der letzten nicht festfressenden Last (PB), der Schweißnahtlast (PD), der mittleren Hertz-Last (ZMZ) und des Reibungskoeffizienten, um die Tragfähigkeit und die Verschleißschutzkapazität für Hochleistungsanwendungen zu bewerten. Die Tests entsprechen GB/T12583-98, GB3142-82, SH/T0189-92 und ASTM D5183-2005 unter Verwendung des automatischen Vierkugel-Reibungs- und Verschleißtesters SH120.
Testmuster und Instrumente
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Probe: Industrieschmieröl/-fett
Ausrüstung: Automatischer Vierkugeltester SH120, 12,7-mm-Standardstahlkugeln, Hoch-/Normaltemperatur-Ölbecher und Reinigungszubehör.
Testverfahren
1. Befestigen Sie drei Standardstahlkugeln im Ölbecher und klemmen Sie eine einzelne Kugel auf das Spindelkegelloch. Kontaktstellen mit Testöl eintauchen.
2. Schalten Sie den Tester und den angeschlossenen Computer ein, starten Sie die Steuersoftware, wählen Sie den entsprechenden Standardtestmodus (PB/PD/Reibungskoeffizient) aus, stellen Sie Last, Spindelgeschwindigkeit, Testdauer und Temperaturparameter ein.
3. Ausrüstung 15 Minuten lang vorheizen, Ladekolben anheben, um die Messwerte für Reibungskraft, Testlast und Timing zurückzusetzen; Stellen Sie die Temperatur über das Temperaturregelmodul auf den voreingestellten Wert ein.
4. Test starten; Die Spindel treibt die obere Kugel so an, dass sie sich dreht, wodurch eine punktuelle Gleitreibung entsteht. Das System sammelt Echtzeit-Reibungs- und Temperaturdaten und zeichnet relevante Variationskurven automatisch auf.
5. Stoppen Sie nach Abschluss des Tests automatisch, entlasten Sie den Kolben, nehmen Sie den Ölbecher heraus und messen Sie den Durchmesser der Verschleißnarbe unter dem Mikroskop zur Parameterberechnung.
Datenanalyse und Schlussfolgerung
Die Stufenlastprüfung wird gemäß den Standardspezifikationen durchgeführt. Bei qualifizierten Ölproben bleiben ein intakter Schmierfilm und ein stabiler Reibungskoeffizient bei abgestufter Belastung mit PB=1220 N und PD=2450 N erhalten. Nach einem 60-minütigen Test unter einer Last von 392 N und 1450 U/min beträgt der durchschnittliche Verschleißnarbendurchmesser 0,39 mm und ZMZ erreicht 35,0 N und erfüllt damit die technischen Anforderungen für die Schmierung schwerer Maschinen. Im Gegensatz dazu zeichnen sich minderwertige Schmierstoffe durch eine schlechte Belastungsbeständigkeit, niedrige PB- und PD-Werte, übergroße Verschleißnarben und schwankende Reibung aus, was den Bauteilabrieb im praktischen Betrieb deutlich beschleunigt.